Bündner Erfolge im Schauring
Die Bündner Züchter waren zuletzt an mehreren nationalen Ausstellungen sehr erfolgreich. Schauen Sie unter der Rubrik Ausstellungen die sehr positiven Resultate an.
Vom 6. bis 8. Dezember 2012 findet auf dem Messegelände der Olma der Weltkongress, die Europaschau und die Nationalschau Bruna statt. Laut Reglement werden 25 Kühe aus dem Kanton Graubünden vertreten sein. Im weiteren werden noch Original-Braunviehkühe selektioniert. Die Selektion und die Betreuung der Kühe an der Schau wird durch Bruna Grischuna organisiert. Über die Anmeldung und das weitere Vorgehen werden Sie im Bündner Bauer und hier auf der Homepage orientiert.
Das Reglement für die Ausstellung finden Sie auf der Homepage der Bruna2012 unter dem Link: http://www.bruna2012.com/index.html
An verschiedenen nationalen Ausstellungen haben die Bündner Züchter erfolgreich abgeschnitten. Verfolgen Sie die aktuellsten Zuchterfolge unter der Rubrik Ausstellungen.
In der letzten Zeit haben diverse nationale Ausstellungen stattgefunden. Schauen Sie in der Rubrik Ausstellungen bei den neuen Artikeln rein.
HV Bruna Grischuna vom 4. November in Cazis
Eigentlich sei die jetzige Situation für Milchviehzüchter nicht gerade erfreulich, sagte Andreas Walser, Präsident Bruna Grischuna, in seiner Eröffnungsrede in der Arena Cazis. Die Milchpreise sinken und damit auch die Preise fürs Nutz- und Zuchtvieh. Der Export sei ebenfalls zusammengebrochen, seit die Beiträge gestrichen wurden. Trotzdem gebe es einige Lichtblicke, so löste zum Beispiel in Zug und St.Gallen Bündner Vieh Höchstpreise. Auch an Viehschauen stehen immer wieder Bündner Tiere in den vordersten Rängen, was für die Zucht spreche.
Hohe Lebensleistungen geehrt
Es ist bekannt, dass Bündner Braunvieh hohe Leistungen erbringen kann und trotzdem langlebig ist. Um die Züchter auch in Zukunft zu motivieren, den eingeschlagenen Zuchtweg beizubehalten, werden jedes Jahr an der Generalversammlung Besitzer von Tieren mit einer Lebensleistung von 85000 und 100000 Kilogramm Milch mit einer Auszeichnung geehrt. Langlebigkeit ist ebenfalls ein Zuchtziel. Für Kühe, die fünfzehnjährig sind, gibt es eine Auszeichnung. Dieses Jahr gab es 18Auszeichnungen für 100000 Kilogramm und 25 für 85000 Kilogramm Milch und 40für 15-jährige Kühe.
Braunvieh in einer Holsteinherde
Mit Spannung wurden die Erfahrungen von Detlef Horstmann, Holsteinzüchter in Schleswig-Holstein, erwartet. Der deutsche Landwirt führt einen Betrieb von 570 Hektaren mit 500 Kühen. Der Gesamtviehbestand beläuft sich auf 700 Grossvieheinheiten. Die Arbeit wird mit sieben Mitarbeitern erledigt. Nebst Viehwirtschaft und Ackerbau wird noch Energie mit Biogas und Solar gewonnen. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wird kaum Heu gewonnen. Das Vieh frisst vor allem Gras- und Maissilage sowie Kraftfutter. Nach einer Aufstockung des Betriebes musste die Kuhherde vergrössert werden, und es stellte sich die Frage, wie und mit welchen Tieren. Detlef Horstmann lernte Röbi Hess, Schweizer Braunviehzüchter, kennen und erfuhr von den Vorteilen der Braunviehkühe. Horstmann liess sich überzeugen, einen Versuch zu wagen. Es wurden dreissig Braunviehkühe nach Schleswig-Holstein transportiert. Die Kühe wurden in gut sechs Wochen an die neue Fütterung gewöhnt.
Die Tiere kosteten rund 200 Euro mehr als die landesüblichen Holsteinkühe. Die geringere Milchleistung der braunen Kühe wird durch höhere Inhaltsstoffe wieder wettgemacht. Ganz eindeutig hat das Braunvieh ein besseres Fundament, und Horstmann hofft, dass das auch so bleibt. Zu den Abgangsursachen seiner Holsteinkühe gehören nebst Stoffwechselstörungen, Fruchtbarkeits- und Euterproblemen auch Lahmheiten. Bis jetzt ist der Holsteinzüchter zufrieden mit seinen neuen Kühen und hofft, dass sie sich so weit akklimatisiert haben, dass sie in Zukunft nicht mit Stoffwechselkrankheiten kämpfen müssen und gute Leistungen bringen.
Text: Vrena Crameri
Detlef Horstmann hielt an der HV 2011 ein Referat zu seinen Erfahrungen mit Braunvieh in seiner Herde mit 500 Holsteinkühen.

Die für eine 100'000-er-Kuh geehrten Züchter anlässlich der HV in Cazis.

Die für eine 85'000-er Kuh geehrten Züchter.

Die geehrten Züchter, welche eine 15-Jährige Kuh im Stall haben.
Der Weiterbildungstag der kantonalen Schauexperten fand am 15. März am LBBZ Plantahof statt. Neben der Weiterbildung im Richten unter der Anleitung von Obmann Andreas Walser wurde wiederum ein Gastreferent eingeladen. In diesem Jahr konnte der bekannte internationale Fussball-Trainer Hanspeter Latour als Referent gewonnen werden. Latour referierte vom Weg des Erfolges aber auch zum Thema Entscheidungen unter Druck. Dass Referat kam bei den Experten sehr gut an.
Neben den Bündner Experten nahmen am Vormittagsprogramm mit dem Referat von Hanspeter Latour auch die nationalen OB-Richter teil.
Ein herzliches Dankeschön an Hanspeter Latour für sein äusserst hochstehendes Referat und an den LBBZ Plantahof für die wiederum perfekt organisierte Richtertagung.
Anlässlich dieser Veranstaltung wurde Thomas Roffler als kantonaler Experte verabschiedet. Roffler war 15 Jahre lang erfolgreicher Experte. Herzlichen Dank für den erfolgreichen Dienst für das Bündner Braunvieh.

Hanspeter Latour konnte mit seinem Referat die Experten begeistern.