Bündner Erfolge im Schauring
Die Bündner Züchter waren zuletzt an mehreren nationalen Ausstellungen sehr erfolgreich. Schauen Sie unter der Rubrik Ausstellungen die sehr positiven Resultate an.
Am Mittwoch, 3. März 2010 wurden die Bündner Braunviehzüchter, die mit ihren Kühen an der Braunvieh-Europameisterschaft vom 6. Februar in Verona einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Schweizer Nationalmannschaft geleistet hatten, vom kantonalen Braunviehzuchtverband, Bruna Grischuna, am Plantahof in Empfang genommen.
Der Empfang hatte nicht früher stattfinden können, weil die Kühe nach ihrer Rückkehr aus Italien noch drei Wochen auf der Quarantäne-Station in Zug verbringen mussten, da Norditalien im Gegensatz zur Schweiz noch nicht IBR-frei ist.
"Die Bündner Kühe haben in Verona für Furore gesorgt," erklärte Andi Walser, Präsident Bruna Grischuna, bei der Begrüssung der Züchterfamilien, deren Kühe an der Landwirtschaftmesse in Verona die Spitzenränge belegt hatten und der zahlreichen Braunviehfans, die sich in der Planathof - Arena eingefunden hatten. Von den 14 Schweizerkühen stammten nämlich sieben aus Bündner Zuchtställen. Drei davon sind nach wie vor in Bündner Besitz.
Andi Walser stellte anschliessend die drei Kühe, von denen jede ihre Abteilung dominiert hatte, vor. Die Kuh "Eros Calanda" von Alexander und Paul Caduff, Morissen, besticht durch ihre Eleganz und Leistungsbereitschaft. "Internet Quora" von Wendelin Casutt aus Falera begeistert durch ihre imposante Erscheinung. In Verona belegte "Quora", die dort vom Besietzer selber vorgeführt worden war, im Wettbewerb um den Gesamtsieg einen Podestplatz und ist somit die drittschönste Braunviehkuh Europas. Die Kuh "Wurl Wachtel" von Fritz Mani aus Chur wurde sogar Europameisterin im Schöneuterwettbewerb.
Im Rahmen der Braunvieheuropameisterschaft wurde auch ein Jungzüchterwettbewerb durchgeführt. Dieser setzte sich aus drei Teilen zusammen: Kuhstyling, Vorführen und Richten. Hier belegte der Bündner Jungzüchter Urs Spescha aus Surcuolm den dritten Platz.
Valentin Luzi, Abteilungsleiter Amt Landwirtschaft und Geoinformation, überbrachte die Glückwünsche von Regierungsrat Hansjörg Trachsel. "Der Erfolg ehrt nicht nur die Bündner Braunviehzüchter, sondern die gesamte Bündner Landwirtschaft," so Luzi. "Und nicht zuletzt den Plantahof, auf dem mit dem Vermächtnis von Rudolf Alexander von Planta vor 100 Jahren der Grundstein für die Bündner Braunviehzucht gelegt wurde.“
Autor: Edy Walser
nternet Quora, Wurl Wachtel und Eros Calanda (v.l.)
wurden von ihren Besitzern in Empfang genommen.
Die stolzen Besitzer Paul Caduff, Fritz Mani und Wendelin Casutt (v. l.).
Der Empfang der Europameisterschafts- Teilnehmerinnen von Bruna Grischuna fand am LBBZ Plantahof statt.
Folgender Artikel ist zu unserer DV 2009 im Bündner Bauer erschienen (Autor: Edy Walser)
Stabübergabe bei Bruna Grischuna: Andi Walser, Haldenstein, löst Carl Brandenburger an der Spitze des Bündner Braunviehzuchtverbandes ab.
An der Delegiertenversammlung von Bruna Grischuna vom letzten Freitag in der Bündner Arena in Cazis wurde der Haldensteiner Landwirt und Schauexperte Andreas(Andi) Walser mit Applaus zum neuen Präsidenten des Bündner Braunviehzuchtverbandes gewählt. Er tritt die Nachfolge von Carl Brandenburger, Tierzuchtlehrer am LBBZ Plantahof, an, der den Verband seit seiner Gründung im Jahr 2002 präsidiert hat, und dies mit Erfolg, gehören doch heute 105 Viehzuchtgenossenschaften Bruna Grischuna an. Das heisst, dass 96,6 Prozent des Herdebuchbestandes in den Mitgliedergenossenschaften von Bruna Grischuna stehen.
Das Vermächtnis des R.A. von Planta
Nach der Wahl übergab Carl Brandenburger seinem Nachfolger Andi Walser eine Kopie des Testamentes von Rudolf Alexander von Planta, des Vaters der Bündner Braunviehzucht, mit der Bitte, dieses dereinst an seinen Nachfolger weiterzureichen. Dem Testament, das für die Bündner Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung war, ist und bleiben wird, hatte Brandenburger noch ein paar Kopien von Zeichnungen beigelegt, die nachweislich von R. A. von Planta stammen und die dem Plantahof erst kürzlich zu treuen Händen übergeben worden sind. Bei einer Zeichnung handelt es sich um eine Kuh, bei einer andern um ein Pferd.
Wie ein stolzer Vater
Carl Brandenburger, der seinen Rücktritt als Präsident von Bruna Grischuna nicht zuletzt mit der «einfach knapp gewordenen Zeit» begründete, betonte, dass der Kanton Graubünden junge, dynamische und visionäre Kräfte brauche, die im Sinne des grossen Vorbildes Rudolf Alexander von Planta die Braunviehrasse weiter entwickelten. Die Zeit sei für ihn deshalb knapp geworden, da er im Dezember 2008 zum Vizepräsidenten des Schweizer Braunviehzuchtverbandes gewählt worden sei und hauptberuflich am Plantahof als Lehrer und Leiter des Gutsbetriebes voll engagiert sei. Der Vorstand von Bruna Grischuna hatte für den scheidenden Präsidenten eine Überraschung bereit, und zwar in der Person von Heinrich Meli, dem ehemaligen Direktor des Plantahofs und Präsidenten des Schweizerischen Braunviehzuchtverbandes. Für Meli ist Carl Brandenburger ein «Glücksfall» – nicht nur für den Plantahof, sondern auch für den Kanton und die Braunviehzucht. Er sei Lehrer nicht nur von Beruf, sondern auch aus Berufung. Carl Brandenburger
habe dazu beigetragen, dass der Plantahof heute nicht nur eine nationale, sondern auch eine internationale Ausstrahlung habe. Als Beispiel nannte Meli das internationale Braunviehzuchtseminar. Wenn er heute die Arbeit seines langjährigen Weggefährten Carl Brandenburger Revue passieren lasse, dann komme er sich vor wie ein Vater, der stolz ist auf seinen wohlgeratenen Sohn.
Aus Delegierten- wird Hauptversammlung
Die statutarischen Geschäfte warfen keine grossen Wellen. Die von Geschäftsführer Marcel Wipfli präsentierte Jahresrechnung 2008/09, die mit einem Einnahmenüberschuss von 3200 Franken abschliesst, wurde von den 73 anwesenden Delegierten ebenso diskussionslos genehmigt wie der Voranschlag 2009/10, der einen Ausgabenüberschuss von rund 10 000 Franken vorsieht. Der Mehraufwand steht im Zusammenhang mit der Braunviehschau 2010. Der Statutenrevision wurde ebenfalls einstimmig verabschiedet. Gemäss dieser Revision sind in Zukunft alle Mitglieder einer Viehzuchtgenossenschaft, die an der Delegiertenversammlung von Bruna Grischuna teilnehmen, stimmberechtigt. Deshalb wird aus der heutigen Delegiertenversammlung die Hauptversammlung von Bruna Grischuna. Des Weitern werden mit der Statutenrevision die Kompetenzen des Vorstandes geregelt. Dieser ist für die Wahl der kantonalen Experten sowie des Experten-Obmanns und die Aufnahme neuer Mitglieder zuständig. Vor dem Mittagessen wurden die Ehrungen der erfolgreichen Braunviehzüchter mit der Überreichung einer Urkunde durchgeführt.
Braunvieh – eine Weltrasse oder Illusion?
Auf das Referat von Nationalrat Markus Zemp, Präsident des Schweizerischen Braunviehzuchtverbandes und Präsident des Braunvieh-Weltverbandes durfte man gespannt sein, hatte er doch bereits unter dem Traktandenpunkt «Aktuelle Informationen vom SBVZ» auf eine Besonderheit der Schweizer Braunviehzüchter hingewiesen: Für sie komme Schönheit vor Leistung. Im Talgebiet müsse eine Kuh über 8000 Liter geben.
«Nicht so wichtig»
Um es gleich vorwegzunehmen: Markus Zemp erfüllte die Erwartungen vollauf; sein Vortrag war nicht nur spannend und informativ, sondern – bei allem Herzblut des Referentenfür die braune Rasse – auch selbstkritisch.Als Präsident des Weltverbandes seien ihm zwei Tatsachen bewusst geworden: «Dass wir über das Braunvieh viel zu wenig wissen, und dass wir im globalen Kontext nicht so wichtig sind, wie wir gerne glauben.» Die Zahlen, die Zemp auflistete, belegen diese Feststellungen: Während in der Schweiz der Anteil des Braunviehs noch 35 Prozent ausmacht, beträgt dieser in unseren Nachbarländern weniger, nämlich in Österreich 10,9, in Italien 5,5 und in Deutschland 3,9 Prozent. In den USA schlägt das Braunvieh (Brown Swiss) mit lediglich 0,1 Prozent vom Gesamtbestand zu Buche. Eine überraschend grosse Zahl
verzeichnet Rumänien mit 27 Prozent. Trotz dieser bescheidenen Anteile könnten die Schweizer stolz sein auf das Braunvieh, sei doch das Kloster Einsiedeln die Wiege des europäischen Braunviehs. Braunvieh sei dort bereits im 12. und 13. Jahrhundert gezüchtet und von dort auch ausgeführt worden.
Vor- und Nachteile
Die Vorteile des Braunviehs sind für Zemp unbestritten: Dazu gehörten Langlebigkeit, Milch mit guten Käsungseigenschaften, gute Hitzeresistenz, was nicht zuletzt ein Grund sei, dass das Braunvieh in Südamerika im Vormarsch sei. Unbestritten seien – im Vergleich mit den Holsteinern – die Nachteile: 1000 Liter weniger Milch und das durchschnittliche Abkalbealter von 31 Monaten. In diesen zwei Bereichen sieht der Präsident des Schweizerischen Braunviehzuchtverbandes Handlungsbedarf: «In den intensiv bewirtschafteten Regionen im Talgebietmüssen wir gegenüber den Holsteinern bezüglich Leistung und Frühreife konkurrenzfähig sein.»
Export und Gebrauchskreuzungen
In der anschliessenden Diskussion war der Viehexport ein Thema; das heisst, die Streichung der Exportsubventionen durch den Bund. Nachdem der Ständerat (im Gegensatz zum Nationalrat) eine Weiterführung der Exportsubventionen abgelehnt habe, müsse man dieses Kapitel abhaken, so Zemp, der sich zusammen mit Nationalrat Hansjörg Hassler und Ständerat Theo Maissen für die Motion Bigger stark gemacht hatte. In Anbetracht der Tatsache, dass Schweizer Vieh ohne Exportsubventionen für ausländischeKäufer zu teuer sei, könne man auch auf Marketingmittel verzichten. Ein weiteres Problem kam in der Diskussion ebenfalls zur Sprache: Die Gebrauchskreuzungen. Nach Ansicht des Verbandspräsidenten ist die Zahl der Gebrauchskreuzungen mit Mastrassen beim Braunvieh zu gross. «Das hat zur Folge, dass wir zu wenig gute Braunkühe auf dem Markt haben.» Der Markt brauche «Mehrmengenkühe», meinte Zemp, «diese sind heute und auch morgen gesucht.»
Die geehrte Züchterin und Züchter welche eine 100'000-er Kuh in ihrem Stall haben.
Züchterinnen und Züchter die für ihre Kühe mit 85'000 Kilogramm Lebensleistung im Berggebiet eine Ehrentafel erhielten.
Diese Züchterin und Züchter erhielten für ihre 15 bzw. 20 jährigen Kühe an der DV eine Ehrentafel.
Die DV fand in der Bündner Arena in Cazis statt.
Im Zuge der Revision des Landwirtschaftsgesetzes bei welcher der Art. 16 des Gesetzes aufgehoben wurde, verloren die Viehzuchtgenossenschaften ihren öffentlich –rechtlichen Charakter und damit ihre Rechtspersönlichkeit. Der Vorstand des kantonalen Braunviehzuchtverbandes, Bruna Grischuna, rät deshalb die Genossenschaften in Viehzuchtvereine umzuwandeln. Die Belange der Viehzucht sollen künftig durch privatrechtliche Vereine wahrgenommen werden. Mehr zum Thema
Der Vorstand von Bruna Grischuna begrüsst Sie auf der neugestalteten Homepage. Gemeinsam mit den Bündner Jungzüchter und der Braunviehzuchtgruppe wurde ein gemeinsamer Auftritt von der Südostschweiz Newmedia AG erstellt. Die drei Organisationen habe jedoch eine eigene selbstständige Seite. Logos und Layouts der Seiten sind in ähnlichem Erscheinungsbild gestaltet. Wir bedanken uns bei Frau Marianne Luck von NewMedia AG und ihrem Team für die technische Unterstützung. Einen herzlichen Dank geht auch an Patrick Eisenhut vom Bündner Bauernverband für die Projektführung. Herzlichen Dank auch an Beat Imfeld vom Schweizer Braunviehzuchtverband. Die herausragenden Bilder stossen auf ein überwältigendes Echo. (Dankä Beat!) Die Aktualisierung dieser Homepage findet über den Geschäftsstellenleiter Marcel Wipfli statt. Falls Sie Beiträge für diese Seite haben, melden Sie sich bitte.
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